Ein idealer Austragungsort stand mit dem Klubheim des TSZ Blau-Gold Casino Darmstadt zur Verfügung, lichtdurchflutet mit großzügiger Turnierfläche und viel Platz für Gäste, dank zusammengelegter dreier, in sich selbst schon viel Fläche bietender Säle. Wegen der Pandemie war die Meisterschaft 2020 ausgefallen, danach im Jahre 2021 nochmals verschoben worden. Der Verein hat nun in einem viertel Jahr nicht vorhersehbar zusammengedrängt drei Deutsche Meisterschaften zu bewältigen, eine enorme Belastung für Funktionäre des TSZ und das helfende Team, das sich keinerlei Schwäche anmerken ließ. Wir wurden jedenfalls bestens betreut. Nächste DM des Vereins ist für Ringo und Annett am 20.11.2021 SEN-II(STD).

Die Stimmung ist unbeschreiblich, die Anfeuerung für alle Paare herzlicher als bei DTV-Turnieren. Wir hatten das „Glück“, vor den Aachener Fans platziert zu sein. Ihre Paare waren Favoriten, und so wurden sie schon bei der Vorstellung bejubelt. Unsere Ohren schmerzten und wir befürchteten, dass wir die Musik danach nicht mehr voll vernehmen könnten.

Perfekte Turnierorganisation! Die Turnierleiter locker und immer unterhaltend. Der Zeitplan zu jeder Zeit exakt ausgelotet. Thorsten Reulen, Sportwart des Deutschen Verbandes für Equality Tanzsport (DVET), gab noch einmal die Spezialitäten der Turnier- und Sportordnung  des DVET bekannt, zum Unterschied zum DTV, denn es gab auch Neulinge als Wertungsrichter beim Equality-Turnier.

Die Beteiligung war etwas geringer als zur letzten DM in Köln, das war vor allem den ausländischen Paaren geschuldet, die wegen Corona nicht angereist sind. Der Titel International wurde wenigsten durch die Teilnahme eines polnischen Paares noch sanktioniert.

Flaggen Thüringen, Sachsen und Berlin
Flaggen Thüringen, Sachsen und Berlin

Der Saal war mit den Flaggen aller sechzehn Bundesländer dekoriert. Die Sachsenfahne hielt zumindest ein Paar aus Zwickau hoch. Gern hätten wir auch Paare unseres Vereins gesehen, ging aber im Moment nicht. Thüringen hatte kein Paar am Start, dafür ist Berlin umso dominanter.


Siegerehrung Frauen 18+ Standard und Saalatmosphäre

Im Übrigen: die kleinere Dame auf dem Podest 2 hatte früher in Görlitz getanzt, jetzt ist sie in Frankfurt am Main zu Hause. Wir haben uns gefreut, uns wieder zu begegnen.

Zahlenmäßige Spitze waren am Sonntag die 20 Frauenpaare im Standard 18+, die sich der Sichtung stellten, um sich in die Klassen A, B, C einzuordnen. Männerpaare waren etwas Mangelware. Dafür waren die Finals der A-Klasse Männer sowie der Frauen qualitativ auf höchstem Niveau. Wie bei unserem 3. Elbsandsteinturnier gewannen die Männer 18+ Standard Rafael Chmiela/Grzegorz Dyrda aus dem oberschlesischen Industriegebiet.

Natürlich vermissten wir, wie wohl alle, in der vergangenen Zeit die sozialen Kontakte. Mit einer Präsidialen habe ich mich unterhalten, sie war richtig angeschlagen. In der Zeit des Lockdowns hatte sie, allein wohnend, gar keine Verbindung zu anderen, das hat an ihrer Seele gezehrt. So waren auch wir froh, wieder frühere Sportfreunde zu treffen und neue Bekanntschaften zu schließen.

Michael Hölschke
Tanzsporttrainer-B (DOSB) / Tanzlehrer (ADTV)

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